Konzertreise zum Musikfestival HEIDELBERGER FRÜHLING im April 2026

Mit der Deutschen Bahn pünktlich gegen Mittag in Heidelberg angekommen konnte erst einmal jeder seinen Interessen entsprechend durch das schöne Heidelberg streifen. Die Sonne und die Frühlingsstimmung bereiteten einen hellen und warmen Empfang, der auch über die gesamten Reisetage anhielt.
Der Abend begann dann mit einem musikalischen „Paukenschlag“: einem getanzten Konzert des „Stegreif Orchester“ - Musik, Choreografie und Szenografie auf Maurice Ravels: „La Valse“. Beeindruckend, berührend und eine völlig neue, spannende Konzeption, nach der sich sowohl professionelle Tänzer als auch die Musiker gemeinsam tänzerisch in dem Bühnenraum bewegen und Geschichten erzählen, welche die Musik auch miterzählt.
Nach einer Pause schloss der Abend im Konzerthaus Stadthalle (Wolfgang Marguerre-Saal) mit einem Klavierkonzert von Fabian Müller „Der Zauberlehrling“ mit Tänzen und Etüden von György Ligeti, Johann Sebastian Bach, Maurice Ravel, Frédéric Chopin, Franz Schubert, Claude Debussy und Sergej Rachmaninoff. Ein weiterer abwechslungsreicher Höhepunkt dieser gelungenen Reise.
Der nächste Morgen ließ uns genügend Zeit, um auch unseren eigenen Interessen nachzugehen; um elf Uhr waren wir dann Gast einer öffentlichen Meisterklasse mit Thomas Hampson, der Stipendiaten der Liedakademie des Heidelberger Frühlings im Ballsaal der Stadthalle unterrichtet. Thomas Hampson ist künstlerischer Leiter und Hauptdozent der Heidelberger Frühling-Liedakademie, so dass wir die künstlerische Schmiede der Stars von morgen erleben durften – wieder ein beeindruckendes Erlebnis.
Der Abend bot uns eine konzertante Barock-Oper in der Heidelberger Stadthalle mit Gesangssolisten und dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von René Jacobs mit Antonio Vivaldis „Il Gustino“. Perfekte Aufführung und Wechsel in ein zurückliegendes Jahrhundert der Musik.
Der nächste Morgen begann mit dem Besuch des Universitätsmuseums in der 1712 bis 1728 erbauten Alten Universität, der uns einen anregenden Rundgang durch die Geschichte der ältesten Universität Deutschlands schenkte.
Der Nachmittag bot uns ein Liedkonzert „Music for a while“ mit Magdalena Kozena, begleitet von einem Lautenspieler in der beeindruckenden alten, mit Holz getäfelten Aula der Universität. Magdalena Kozena sang Werke von Henry Purcell, John Dowland, Brett Dean, Luciano Berio, Giovanni Girolamo Kapsberger, Antonio Cesti, Giulio Caccini, Alessandro Piccini, Barbara Strozzi und Tarquinio Merula. Ein besinnlicher Nachmittag in einer passenden Umgebung.
Am Sonntagmorgen folgten wir einer Einführung in das Konzert „Himmel und Hölle“ mit Lukas Sternath, der uns „Himmel und Hölle“ mit Stücken von Franz Schubert (Sonate A-Dur D 959) und Franz Liszt (Aprés une Lecture du Dante) nahebrachte.
Die Reise war bestens geplant und bot abwechslungsreiche Musikveranstaltungen; die Planung ließ auch genügend Zeit, sich mit den anderen Reiseteilnehmern, insbesondere während der gemeinsamen Essen in passenden Restaurants auszutauschen und weiteren eigenen Interessen nachzugehen. Die Teilnehmer haben sich bereichert, beschenkt und fröhlich zur Rückfahrt am Sonntagnachmittag getrennt. Sie freuen sich alle schon auf die nächste Reise.
Den ausführlichen Reiseverlauf finden Sie hier.
Michael Bachem





